Erfolgsfaktor „Datenqualität“

Britische Versicherung bringt Datenqualität mit SAS DataFlux auf Solvency-II-Niveau – und profitiert von positiven Seiteneffekten für das gesamte Geschäft

Ein Versicherer mit besonderer Geschichte: 1887 als Spezialversicherer für Kirchen gegründet, ist Ecclesiastical Insurance heute eines der größten Versicherungsunternehmen im Vereinigten Königreich und befindet sich vollständig in britischer Hand. Noch heute versichert Ecclesiastical 96 Prozent der anglikanischen Kirchen in England und Wales – und bietet darüber hinaus ein breites Portfolio an weiteren Versicherungsleistungen.
 

Wir haben hier eine Lösung, die uns nicht nur hilft, die Vorgaben von Solvency II zu erfüllen – sie bringt uns auch im Wettbewerb ganz weit nach vorn.

Nigel Light
Business Intelligence Analyst, Ecclesiastical Insurance

Ecclesiastical geht es ähnlich wie vielen europäischen Assekuranzen: Die kommende Versicherungsrichtlinie Solvency II ist ein unternehmensweites Projekt mit höchster Priorität. Das Unternehmen hat sich drei Jahre Zeit genommen, um Grundlagen zu schaffen und entsprechendes Know-how aufzubauen. Im Zuge dieser Vorbereitungen wurde den Verantwortlichen schnell klar, dass Solvency II auch eine neue Sichtweise für das Thema „Datenqualität“ im Unternehmen mit sich bringt. Denn was helfen ausgeklügelte Reportingsysteme und -prozesse, wenn die zugrunde liegenden Informationen nicht zuverlässig sind?

„Solvency-II-Konformität lässt sich nur erreichen, wenn man eine Plattform zur Verbesserung und laufenden Kontrolle der Datenqualität tief in den Systemen, Prozessen und der Arbeitskultur verankert“, erklärt Nigel Light, Business Intelligence Analyst bei Ecclesiastical. „Uns war bewusst, dass dieses Projekt unterm Strich einen grundlegenden Wandel unserer gesamten Organisation mit sich bringen würde.“

Zur Umsetzung dieser verantwortungsvollen Aufgabe setzt Ecclesiastical auf SAS DataFlux Data Management. Ein Grund für diese Entscheidung ist die Möglichkeit, mit SAS DataFlux ein internes Datenmanagement aufzubauen, das Fehler und Probleme identifiziert und so die Basis für eigene Datenmodelle liefert, die weniger starr sind als das Standardmodell. Mit SAS DataFlux Data Management hat der Versicherer eine unternehmensweit gültige Bibliothek aus Business-Regeln aufgebaut, die künftig ein Datenqualitäts-Framework umfassen soll. Somit ist die Datenqualität im gesamten Unternehmen geregelt, Basisprozesse und -systeme lassen sich kontinuierlich auf Fehler in den Daten überwachen.

Datenqualität für Solvency II – und mehr
„Für den Anfang haben wir uns zunächst ein geeignetes Experimentierfeld gesucht“, erinnert sich Light. „Und so befasste sich unser Pilotprojekt mit Daten zu Schadensmeldungen aus Großbritannien. Aufgabe: die Qualität der durch unsere Schadensabteilung erfassten Daten messen und verbessern. Zu diesem Zweck haben wir zunächst ein Data Profiling durchgeführt, für das wir sowohl mit den nachgelagerten Nutzern der Daten als auch mit Mitgliedern der Schadensabteilung selbst gesprochen haben. Das hat uns geholfen, die vorhandenen Probleme bei der Datenqualität zu identifizieren.“

Auf Basis dieser Erkenntnisse baute das Team um Nigel Light innerhalb der SAS DataFlux-Lösung Business-Regeln auf, die beispielsweise Dubletten bei den Schadensmeldungen oder falsch erfasste Postleitzahlen im System automatisch erkennen. Und auch unzutreffende Angaben zum Zeitpunkt des Schadens oder Inkonsistenzen bei Codes zu den Ursachen macht die Lösung sichtbar. Identifizierte Fehler lassen sich markieren und zur manuellen Bearbeitung an einen zuständigen Mitarbeiter weiterreichen.

Dank SAS DataFlux kann Ecclesiastical die definierten Business-Regeln sowohl auf einzelne Schadensfälle als auch auf den gesamten Datenbestand anwenden. Die Ergebnisse der Analysen werden in einem sicheren Repository gespeichert und in einem selbst entwickelten Dashboard tagesaktuell abgebildet. Ein innerhalb der Geschäftseinheit eigens definierter „Data Steward“ überwacht das Dashboard kontinuierlich mit Blick auf das allgemeine Datenqualitätsniveau und akute Fehler. Mit dem so gewonnenen Wissen kann das Management gemeinsam mit dem BI-Team neue Business-Regeln festlegen oder bestehende anpassen und so einen kontinuierlichen Optimierungsprozess in Gang halten.

Darüber hinaus hat die Lösung weitere Vorzüge zu bieten, die Ecclesiastical künftig bei der Einhaltung der rigiden Solvency-II–Richtlinien helfen. Dazu gehört unter anderem ein Trend-Indikator, der detailliert darstellt, wie oft beispielsweise einzelne Auslöser von Datenqualitätsproblemen vorkommen. Das gibt Aufschluss über die Effizienz von Gegenmaßnahmen und Ursachenbekämpfung.

„Wir haben klein mit nur wenigen Regeln angefangen“, erklärt Light. „Aber die Möglichkeiten sind enorm, und wir haben mittlerweile auch unsere für das europäische Geschäft zuständige Niederlassung in Irland in das System integriert. Bei unserem Tochterunternehmen ANSVAR kommt mit SAS DataFlux eine Lösung zum Einsatz, die sowohl bei der Erstellung als auch bei der Umsetzung von Business-Regeln äußerst flexibel ist. Sie hilft uns nicht nur, die notwendige Datenqualität für Solvency II sicherzustellen, sondern stärkt unser gesamtes Unternehmen. Somit schaffen wir die Basis für besseren Kundenservice und effizientere interne Prozesse.“

Niedrigere Kosten, bessere Entscheidungen
Die Implementierung von SAS DataFlux ist für Ecclesiastical ein großer Schritt in Richtung Solvency-II-Konformität. Gleichzeitig hat die Lösung dem Unternehmen eine ganze Reihe anderer Vorteile gebracht, die sich – davon ist die zuständige BI-Abteilung überzeugt – auch in finanzieller Hinsicht lohnen werden. So ist zu erwarten, dass eine höhere Genauigkeit und Vollständigkeit von Daten unmittelbar dazu führt, vermeidbare Kosten bei der Schadenabwicklung zu reduzieren. Bessere Daten zu Standortrisikofaktoren können helfen, die Rückversicherungskosten zu senken. Und nicht zuletzt bilden genauere Daten die Grundlage für eine verbesserte Risikokalkulation und ein sicheres profitables Geschäft.

„Natürlich gibt es auch Vorteile, die sich nicht so einfach in Zahlen darstellen lassen“, erläutert Light. „Aber sie sind da: Bessere Entscheidungen – sei es bei der Risikobewertung, bei Forecasting, bei der Preisgestaltung oder in der Schadenbearbeitung. Je genauer und konsistenter die Daten, desto besser die Entscheidungen, die darauf basierend getroffen werden. Nicht zuletzt profitiert auch unser Kundenservice davon – und damit unsere gesamte Reputation im Markt.“

Complying with regulations: Solvency II

One of the key regulations that Ecclesiastical faced was Solvency II. Light explains: "Solvency II regulation requires a data-quality improvement platform to be in place and effective in time for the January 2016 deadline. This requires a major effort from everyone involved in order to meet this time frame. At the same time, we also saw the opportunity to make significant improvements in claims, risk and underwriting off the back of this project, so we rolled out the data-quality project across the UK and Irish business."

We started small, with just a few simple rules for compliance, but the opportunities are huge. We saw the chance to make business improvements in claims, underwriting and policy handling, so we’re rolling out analytics across the business.

Nigel Light
Business Intelligence Analyst, Ecclesiastical Insurance

Business improvement built on platform of data quality

Ecclesiastical realised in 2012 that it needed to embark on a data-improvement program. Better information would help the company forecast more accurately and assess risk more thoroughly.

"We started by working with UK General Insurance claims to monitor the quality of data captured by the claims department," says Light. "The data-profiling exercise helped to identify errors at their source – either through technical updates or training. This is where SAS was instrumental because it was able to quickly find the problems."

By having more accurate claims data for a number of business processes, Ecclesiastical was able to rely more on its data to make better and faster decisions. It further enhanced its decision making by adding to its internal data with external sources: for example, publically available information on schools from the Department for Education. Using fuzzy matching techniques, Ecclesiastical supplements its own data to help its risk selection when evaluating new policies.

Light continues: "We need to have accurate information around risk management and forecasting. Our underwriters make critical decisions based on this information. As a company we select risk, and purchase our reinsurance cover based on the data in our systems. Bad information coming in leads to bad decisions; good data coming in gives us decision-making gold."

Ecclesiastical benefited from working with SAS and tapping into its wealth of experience and industry-standard processes, frameworks and systems. Adopting business-defined rules helped make improvements within underwriting. The opportunity to identify and correct policy issues, with respect to reinsurance and risk, now exists – and the correction of policy data ties into new business and renewal cycles in underwriting. This has a significant financial impact on the business, both in terms of top- and bottom-line performance.

Establishing data methodology and governance processes

The project was not just about finding and fixing problems: it was also geared toward creating a more efficient business culture that could sustain the data analytics-driven approach.

Light adds: "Working with SAS we developed a methodology around our data to ensure its ongoing quality. We capture, prioritize and manage issues as a first step. Then we analyze the impact of many different factors, as well as the root causes. Once mitigated, the outcome is better, more accurate business decisions that impact our overall performance."

The SAS® Data Management Platform allows Ecclesiastical's business rules to be run at both an individual claim/policy risk and a dataset level. The results are displayed on a Cognos dashboard that gives managers, risk assessors and underwriters improved data to make better decisions. Moreover, it helps the Ecclesiastical-appointed data steward to monitor data-quality performance metrics. This ensures that the immediate gains from data quality and analytics are fully sustainable over time.

"These insights let our management team amend or adjust business rules over time to continually improve our data assets and put us at the forefront of the insurance industry. They also provide valuable evidence as to the effectiveness of the company's data-governance approach, which ensures punctual compliance with the Solvency II directive. It's a win-win situation," Light continues.

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Business Thema

Erfüllung der strengen Datenqualitätsanforderungen von Solvency II

Lösung

SAS DataFlux Data Management Platform

Nutzen

Kostenersparnis, bessere Entscheidungen, bewährte Data-Governance-Prozesse


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The results illustrated in this article are specific to the particular situations, business models, data input, and computing environments described herein. Each SAS customer’s experience is unique based on business and technical variables and all statements must be considered non-typical. Actual savings, results, and performance characteristics will vary depending on individual customer configurations and conditions. SAS does not guarantee or represent that every customer will achieve similar results. The only warranties for SAS products and services are those that are set forth in the express warranty statements in the written agreement for such products and services. Nothing herein should be construed as constituting an additional warranty. Customers have shared their successes with SAS as part of an agreed-upon contractual exchange or project success summarization following a successful implementation of SAS software. Brand and product names are trademarks of their respective companies.

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