CECL wirkt sich auf die Strategie von Banken aus

Current Expected Credit Loss (CECL) ist eine der bislang größten Veränderungen, die vom Accounting der Banken gefordert wurden. CECL wirkt sich auf die Art aus, wie Banken Kreditverluste in ihrem Portfolio einschätzen, und beeinflusst darüber hinaus die dort ausgewiesene Profitabilität und Kapitallage. Die neue Studie „Complying With CECL: The Banks’ Perspective”, die der Softwarehersteller SAS gemeinsam mit der Global Association of Risk Professionals (GARP) durchgeführt hat, zeigt: Ein Großteil der Studienteilnehmer bemerkt bereits die Auswirkungen von CECL. Zu spüren sind diese besonders in den Bereichen Technologieinvestment und Kapitalplanung.

65 Prozent der Befragten sind davon überzeugt, dass sich CECL auf ihre IT-Strategie auswirkt. Viele der Teilnehmer betonten außerdem, dass die gegenwärtige Infrastruktur ihres Geldinstituts den Anforderungen von CECL nicht genügt. Weiterhin sind sich 61 Prozent der Befragten sicher, dass sich CECL auf ihre Kapitalplanungsstrategie auswirkt.
Zusätzlich ist jeweils mehr als ein Drittel der Teilnehmer der Ansicht, dass CECL schon jetzt das Produktangebot sowie die Pricing-Strategie ihres Unternehmens verändert.

Der neue Standard hat für viele Institute einen sehr hohen Stellenwert: 37 Prozent aller Befragten geben an, dass sie CECL-orientierte Prozesse und Technologien parallel zu den aktuellen Systemen für ein Jahr oder länger testen wollen. Für Unternehmen, die den Standard ab Dezember 2019 implementieren müssen, bleiben dann allerdings nur noch wenige Monate Zeit, um die Hürden in der Umsetzung zu bewältigen.

„Die Implementierung von CECL ist ein großes und interdisziplinäres Vorhaben. Die Umsetzung dauert mehrere Jahre, ähnlich wie viele andere regulatorische Vorschriften, die nach der Finanzkrise erlassen wurden“, erklärt Jeffrey Kutler, Editor-in-Chief bei GARP. „Die neue Studie verdeutlicht gut, wo Banken damit im Jahr 2018 stehen und was sie noch zu tun haben.“

Die Umfrageergebnisse zeigen einen klaren Konsens in Bezug auf Verbindlichkeit und Skalierbarkeit des neuen Standards. Dennoch stehen viele Institute vor großen Herausforderungen, wenn es um die Interpretation und Implementierung von CECL geht. Fast die Hälfte der Studienteilnehmer (43 Prozent) gibt an, dass große Unsicherheit hinsichtlich Datenverfügbarkeit und -qualität herrscht. Weitere Herausforderungen sehen sie in Lifetime-Loss-Modellierungen und im Produktionsprozess.

Troy Haines, Senior Vice President und Head of Risk Management Division bei SAS, erklärt: „Wenn Banken durch CECL gleichzeitig höhere Modellkomplexität produzieren sowie striktere Offenlegungspflichten einhalten und die notwendigen Kontrollen für ihre Rechnungslegung gewährleisten sollen, müssen die Bereiche Risk und Finance besser miteinander vernetzt werden, als es bis heute in vielen Finanzinstituten der Fall ist.“

Die Studie wurde Anfang 2018 von SAS zusammen mit GARP durchgeführt. 130 Unternehmensvertreter aus 98 Instituten nahmen teil. Das Panel bestand überwiegend aus Senior und Mid Level Executives, von denen 89 Prozent in Banken arbeiten und 46 Prozent in Unternehmen, die Einlagen von mehr als 50 Milliarden US-Dollar verwalten. Eine vollständige Infografik steht hier zum Download bereit.

Über SAS:

SAS ist weltweit Marktführer im Bereich Analytics und mit 3,24 Milliarden US-Dollar Umsatz einer der größten Softwarehersteller. Kunden weltweit setzen innovative Software und Services von SAS ein, um Daten in Wissen zu verwandeln und intelligente Geschäftsentscheidungen zu treffen. Seit 1976 verschafft SAS Kunden rund um den Globus THE POWER TO KNOW.

Mit SAS entwickeln Unternehmen Strategien und setzen diese um, messen den eigenen Erfolg, gestalten ihre Kunden- und Lieferantenbeziehungen profitabel, steuern in Echtzeit die gesamte Organisation und erfüllen regulatorische Vorgaben.

Firmensitz der US-amerikanischen Muttergesellschaft ist Cary, North Carolina. SAS Deutschland hat seine Zentrale in Heidelberg und weitere Niederlassungen in Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln und München. Weitere Informationen über SAS.

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