THOUGHT LEADERSHIP
Jay Upchurch, CIO, SAS

Warum Führungskräfte im Jahr 2021 Neugierde fördern müssen

Mit dem Beginn der COVID-19-Pandemie standen wir plötzlich vor der Aufgabe, mehr als 14.000 SAS-Mitarbeitern eine zuverlässige virtuelle Arbeitsumgebung zu gewährleisten. Es war Neugierde, die es uns ermöglichte, unsere digitale Transformation voranzutreiben und gleichzeitig unsere Kunden bei all den schnellen Veränderungen zu unterstützen. Und es ist diese Neugierde, die es uns ermöglichen wird, auch nach der Pandemie die Anforderungen von Arbeitskräften zu erfüllen.

Neugierde kann nicht gelehrt werden – sie muss kultiviert werden. Das gelingt uns dank der Arbeitsbedingungen, die wir schaffen, des Verhaltens, das wir fördern und der Persönlichkeiten unserer Führungskräfte. Wenn wir mit gutem Beispiel vorangehen, die richtigen Fragen stellen neue Ideen zulassen, dann geben wir anderen die Freiheit, es uns gleich zu tun. Jay Upchurch CIO SAS

Das Konzept der Neugierde und der Fokus auf Aktion


Das Wasserfallmodell kann die Kreativität bei der Entwicklung eines potenziell wertvollen Produkts erheblich einschränken. Werden begabte Programmierer durch eine Reihe von Anforderungen eingeschränkt, sind sie nicht in der Lage, natürliche Fragen zu stellen. Das hat zur Folge, dass der Output nicht sein volles Potential erreichen.

Dank DevOps und agilen Technologien wie etwa denen der Cloud bieten sich uns heute mehr Möglichkeiten, unserer Neugierde nachzugehen. CIOs müssen ein Arbeitsumfelder kultivieren, das es Teams erlaubt, neugierig zu sein und dennoch Resultate zu liefern.

Neugierige Talente fördern


Einige der talentiertesten Köpfe der IT-Branche wissen mit Unklarheiten umzugehen. Unklarheiten erlauben es ihnen, Probleme zu lösen – und das Lösen von Problemen erfordert Kreativität. Kreativität wiederum erfordert Neugierde, und diese Wissbegierde führt oftmals zu besseren Ergebnissen.

Als CIOs müssen wir auch das Verständnis dafür stärken, dass es mitunter mehr als nur eine richtige Antwort geben kann. Wenn Sie beispielsweise Software entwickeln, können Sie eine Prozedur auf viele verschiedene Arten schreiben und trotzdem zum gleichen Ergebnis gelangen.

Neugierde schafft Vertrauen


Vor der Digitalen Wende fristete die IT ein Dasein hinter den Kulissen, nahm Aufträge entgegen und erledigte sie. Manchmal haben wir geliefert, was die Kunden tatsächlich wollten, und manchmal haben wir Ergebnisse geliefert, von denen wir dachten, dass sie dem Kundenwunsch entsprachen. Ein Kreislauf, der zu Misstrauen und Frustration führte.

Heute verfolgen wir eher einen Beratungsansatz – wir studieren die Prozesse unserer Kunden und erlernen die Sprache ihrer Arbeit. Voller Verständnis für ihre Herausforderungen. Dank unserer Neugierde erhalten wir einen anderen Zugang zu ihren Geschäftsproblemen. Wenn gegenseitiges Vertrauen entsteht, können Sie die digitale Transformation einer Abteilung beschleunigen.

Neugierde trifft auf Daten und Analytics


In dem Wissen, dass sich Daten ständig ändern und gewisse Modelle veralten, können Sie kreativ über die Ergebnisse nachdenken. Es kann passieren, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von den gegenwärtigen Erwartungen abweichen.

Neugierde fördert das Weiterforschen, damit Sie darüber nachdenken können, wie Sie im Laufe der Zeit zu einem anderen Ergebnis kommen. Oder Sie gehen der Sache auf den Grund, um herauszufinden, warum das erwartete Ergebnis nicht eingetreten ist. Dabei werden Sie viel lernen.

Mit gutem Beispiel voran gehen

Die Herausforderung besteht darin, Kreativität nicht durch Vorhersagen oder vordefinierte Ergebnisse einzuschränken. Stellen Sie Ihren Teams die richtigen Tools zur Verfügung, schaffen Sie ein sicheres Umfeld und gehen Sie mit gutem Beispiel voran.