EBF und SAS: Gemeinsam mit KI gegen Geldwäsche

Online-Masterclass zeigt, wie Advanced Analytics bei AML unterstützt

SAS, einer der weltweit führenden Anbieter von Lösungen für Analytics und künstliche Intelligenz (KI), kooperiert ab sofort mit der European Banking Federation (EBF) bei der Bekämpfung von Geldwäsche (Anti-Money Laundering – AML). Die Partnerschaft hat sich zum Ziel gesetzt, bei Banken das Wissen zu vertiefen, wie sie mit Advanced-Analytics-Technologien wie KI und Machine Learning kriminelle Transaktionen eindämmen können. Solche Aktivitäten sorgen dafür, dass weltweit jährlich bis zu zwei Billionen US-Dollar (oder fünf Prozent des globalen Bruttosozialproduktes) illegal transferiert und gewaschen werden. Die EBF repräsentiert 5.981 europäische Finanzinstitute mit rund 2,6 Millionen Mitarbeitern.

„Die extrem schnelle Weiterentwicklung von Technologien und Geschäftsprozessen führt dazu, dass konventionelle Methoden der Geldwäschebekämpfung nicht mehr greifen – stattdessen sind innovative Ansätze gefragt“, sagt Wim Mijs, CEO der EBF. „Die Zukunft von AML liegt in fortschrittlichen Technologien und übergreifend genutzten Lösungen, die ein vollständiges Bild von komplexen kriminellen Netzwerken vermitteln und so Geldwäscheexperten bei Banken helfen, noch gezielter dagegen vorzugehen. Die Zusammenarbeit mit SAS bringt uns dem Ziel einen wichtigen Schritt weiter, unsere Mitglieder und die Finance Community auf diese neue Lage vorzubereiten.“

Advanced Analytics für effizientere Gegenmassnahmen

Die Partner werden in der ersten Jahreshälfte 2022 eine virtuelle Masterclass-Serie zu AML starten, in denen Experten erklären, wie sich Advanced Analytics gegen Geldwäsche einsetzen lässt. Während sich Trainings bisher auf regulatorische und operative Aspekte konzentrierten, soll diese Serie explizit die Vorteile moderner Technologien wie KI und Machine Learning in der effizienten Bekämpfung von Finanzverbrechen in den Vordergrund stellen.

Die AML Masterclass besteht aus zwei Teilen.

  • Demystifying AI for Anti-Money Laundering”: Die erste Session im März 2022 zeigt, wie KI und Machine Learning konkret bei AML helfen können. Ein Aspekt ist der Shared-Ansatz beim Transaktionsmonitoring – und wie dieses in das aktuelle regulatorische Rahmenwerk passt.
  • New Technologies for KYC“: Die zweite Session im April/Mai setzt sich mit der rechtlichen Landschaft auseinander und erforscht neue Wege, die Advanced Analytics Banken für Know-Your-Customer(KYC)-Prozesse und zur Sicherung der Sorgfaltspflicht gegenüber Kunden eröffnet. Experten veranschaulichen, wie unter anderem digitale Identifikation und Netzwerkvisualisierung die Transparenz und Effizienz beim Onboarding von Neukunden verbessern können.

Zur Anmeldung geht es hier.

Gesamtpaket an Massnahmen

Trotz der steigenden Anzahl von Reports zu verdächtigen Aktivitäten konnten in der EU zwischen 2009 und 2014 laut Europol lediglich 1,1 Prozent der auf kriminellen Wegen erworbenen Assets beschlagnahmt werden – und die Pandemie mit der damit einhergehenden Digitalisierung öffnet Kriminellen noch mehr Möglichkeiten, Sicherheitslücken auszunutzen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat die Europäische Kommission ein Paket zur Geldwäschebekämpfung auf den Weg gebracht, das unter anderem direkte Richtlinien für Banken und andere regulierte Institutionen festlegt. Zudem soll in den kommenden Jahren eine europäische AML-Behörde etabliert werden.

Studie zeigt Bereitschaft für KI

SAS, KPMG und die Association of Certified Anti-Money Laundering Specialists (ACAMS) haben eine globale Umfrage unter den Mitgliedern der Vereinigung durchgeführt, um herauszufinden, wie Compliance-Experten ihre AML-Strategien an die neue Situation durch Corona anpassen. Einige Ergebnisse daraus:

  • Ein Drittel der Finanzinstitute gab an, dass sie den Einsatz von KI und Machine Learning zur Geldwäschebekämpfung vorantrieben.
  • 39 Prozent sagten, dass die Implementierungspläne trotz COVID-19 ungehindert vorangingen.

„Unsere Studie zeigt, dass sich die Branche an einem kritischen Scheideweg befindet. Banken erkennen KI im Grossen und Ganzen als Wendepunkt in der Bekämpfung von Geldwäsche an – die Mehrheit jedoch ist noch dabei, sich mit der Technologie anzufreunden und herauszufinden, wie sie diese am besten nutzt“, sagt Stu Bradley, Senior Vice President of Fraud and Security Intelligence bei SAS. „Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit der EBF Banken praktische Unterstützung zu geben, die über die reine Compliance-Beobachtung hinausgeht. Denn mit dem richtigen Ansatz kann AML das komplette Risk und Fraud Management einer Bank verändern und ein umfassendes Gesamtbild liefern.“

Über SAS:

SAS ist Marktführer im Bereich Analytics und mit drei Milliarden US-Dollar Umsatz einer der grössten Softwarehersteller. Kunden weltweit setzen innovative Software und Services von SAS ein, um Daten in Wissen zu verwandeln und intelligente Geschäftsentscheidungen zu treffen. Seit 1976 verschafft SAS Kunden THE POWER TO KNOW.

Mit SAS entwickeln Unternehmen Strategien und setzen diese um, messen den eigenen Erfolg, gestalten ihre Kunden- und Lieferantenbeziehungen profitabel, steuern in Echtzeit die gesamte Organisation und erfüllen regulatorische Vorgaben.

Firmensitz der US-amerikanischen Muttergesellschaft ist Cary, North Carolina. SAS Switzerland hat seine Zentrale in Zürich und eine Niederlassung in Genf. Weitere Informationen unter www.sas.com/ch.

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