SAS
SAS | The Leader in Business Intelligence -- Software and Services that give you The Power To Know. News EventsServices: Training, Consulting,Tech Support, SAS Publishing, more...JobsKontakt
Home Produkte & Lösungen Referenzen Partner Unternehmen Customer Support www.sas.com
 
Success Stories
nach Unternehmen
nach Branchen
nach Themen
 
Mit dem Browser ins Data Warehouse

Intranet-Informationsservice bei der Deutschen Genossenschafts-Hypothekenbank AG

In Sachen Data Warehouse kann die DG HYP auf eine rasante Entwicklung zurückblicken. "Was bei uns Anfang der neunziger Jahre als ein neuartiges Reportingsystem begann, führen wir jetzt konsequent weiter", erklärt Stefan Pezold, Verantwortlicher für den Bereich Data Warehousing bei der DG HYP. In einem Pilotprojekt testet das Finanzinstitut derzeit das DG-HYPInformationssystem. "Die Endausbaustufe des zentralen Datenlagers soll sämtliche Informationen im Unternehmen enthalten - Transportmittel für den Austausch und die Verteilung dieser Informationen ist das Intranet der DG HYP", beschreibt Pezold die Ziele der DG HYP. "Dann können sich die Mitarbeiter alle Informationen, die innerhalb der DG HYP und im Zusammenhang mit ihren Kunden und Geschäftsprozessen generiert werden, über einen Web-Browser auf ihren PC holen."

Ein Blick zurück in das Jahr 1990: Wie viele andere Unternehmen arbeitete die DG HYP mit historisch gewachsenen Datenspeichern. VSAMFiles, in denen die Bankadressendaten gespeichert sind, existierten friedlich neben einer IDMS-Datenbank, die primär Bestände über Kunden- und Kreditdaten enthielt. Daneben gab es noch Vermittlerstatistiken, die in der Sprache PLI programmiert waren. Für das Controlling der DG HYP war dieses Szenario ein Alptraum. Für typische Reportinganforderungen wie zum Beispiel eine Zusagenstatistik mussten nämlich nicht nur eine, sondern mehrere Datenquellen angezapft werden. Zudem war das Auswertungssystem rein hostbasierend, das heisst, die Anwender hatten von ihrem PC aus keinen direkten Zugriff auf die Daten.

Komplexe Abläufe im Reporting
"Die Abläufe im Reporting waren so komplex, dass die Mitarbeiter des Controllings den Umweg über die ITAbteilung nehmen mussten", erklärt Pezold. Wenn diese mehrere Berichte gleichzeitig bearbeitete, kamen die Reports oft erst mit ein bis zwei Wochen Verzögerung auf den Tisch des Auftraggebers. Ein weiterer Schwachpunkt im seinerzeit bestehenden Reportingsystem: Für das Ad-hoc-Reporting kam das Statistik-Tool Data Analyser zum Einsatz, das allerdings nur VSAMund sequenzielle Datenbestände verarbeiten konnte. Die Möglichkeit zu einem Ad-hoc-Reporting auf einer breiten Datenbasis war daher nicht gegeben. Da nicht nur das Controlling, sondern auch andere Fachabteilungen wie das Marketing oder die Innenrevision einen verstärkten Reportingbedarf anmeldeten, entschloss sich die DG HYP, das System von Grund auf zu reformieren.

Pezold: "Mit ein paar ‚kosmetischen' Verbesserungen hätten wir die Ansprüche unserer Abteilungen auf Dauer nicht erfüllen können. Ein wichtiges Kriterium war zum Beispiel die grafische Aufbereitung: Die Reports sollten anschaulicher werden und leichter zu interpretieren sein." Die DG HYP beschloss daher, ihr Reportingsystem völlig neu aufzusetzen. "Mit der neuen Architektur wollten wir den ‚Flickenteppich' der verschiedenen Datenbanken ablösen und von Anfang an alle Daten mit einbeziehen, die als Informationen für die Abteilungen relevant sind", beschreibt Pezold die damalige Entscheidungsphase. "Daher sollte auch der Zugriff auf sämtliche Daten in den operativen Systemen gewährleistet sein."

Zum Einsatz kommen hier im Client-Server-Umfeld Sybase und Oracle, als hostbasierende Datenbank IDMS, in denen Kredit- und Wertpapierdaten gehalten werden, sowie SAP R/2 für die Buchhaltungsdaten. Ausserdem plante die DG HYP ein völlig neues Statistikkonzept. Im Rahmen dieses Redesigns sollten sämtliche Elemente mit betriebswirtschaftlichen Beschreibungen belegt werden und damit insbesondere den Mitarbeitern des Controllings und Marketings die Interpretation und die Auswertung des Datenmaterials erleichtern.

Kontinuierlicher Ausbau des Data Warehouse
1991 fiel der Startschuss für den Aufbau eines Data Warehouse auf Basis der SAS Software. Diese SAS Dateien enthalten 1 : 1 die operativen Bestände, wobei in der Anfangsphase nur die Kerninformationen in das Data Warehouse überspielt wurden. "Im Kreditgeschäft spielen Termine und Stichtage eine entscheidende Rolle - die Struktur des Data Warehouse orientiert sich daher hauptsächlich am Faktor ‚Zeit': Die Daten sind nach Monat, Quartal und Jahr geordnet und können je nach Aufgabenstellung verdichtet oder im Detail dargestellt werden", sagt Pezold, wie zum Beispiel bei Reports über anstehende Zinsanpassungen von Krediten zu bestimmten Stichtagen.

Seit damals wird das Data Warehouse kontinuierlich ausgebaut. Diese Vorgehensweise ist Pezolds Ansicht nach einer der grossen Vorzüge des SAS Systems: "Der Ansatz von SAS lautet: ‚Think big, start small' - und genau das haben wir realisiert. Wir haben das Data Warehouse in kleinen Schritten eingerichtet und konnten die Erfahrungen aus den einzelnen Implementierungsphasen für die jeweils nächste Stufe nutzen. Das hat uns davor bewahrt, ein unübersichtliches und damit unbrauchbares Super-Datenlager aus dem Boden zu stampfen." Inzwischen greifen die Mitarbeiter aller Abteilungen auf dieses Data Warehouse zu: neben dem Controlling und Marketing auch die Bereiche Innenrevision, Organisation und Bankentwicklung (Entwicklung neuer Kreditprodukte). Seit mehreren Jahren ist das SAS basierende Reportingsystem jetzt im Einsatz - die positiven Erfahrungen damit spielen eine wichtige Rolle in einem weiteren IT-Grossprojekt der DG HYP.

Alle Daten in einer einheitlichen Plattform
Das Finanzinstitut richtet derzeit ein unternehmensweites Informationssystem im Intranet ein, mit dem zukünftig sämtliche Kommunikations- und Informationsprozesse zum Beispiel aus den Geschäftsbereichen und den Fachbereichen verbreitet werden sollen. Und nicht nur das: Das globale Informationssystem wird die strukturierten Daten basierend auf dem Data Warehouse mit den unstrukturierten Daten aus externen Quellen aller bisher bestehenden Online-Dienste in einer einheitlichen Oberfläche integrieren. Dazu gehören Managementinformationen genauso wie Standardberichte, Finanzmarktdaten oder aber auch Mitarbeiterinformationen wie zum Beispiel der aktuelle Speiseplan oder ein virtuelles Diskussionsforum.

"Uns ging es darum, wirklich alle Daten im Unternehmen in einer einheitlichen Plattform darzustellen", erklärt Pezold. "Das Intranet bietet uns hier eine Struktur, mit der wir vorhandene und auch neue Dienste in einer Oberfläche darstellen können. Ausserdem können wir in Zukunft Online-Anwendungen einsetzen, um Geschäftsentwicklungen und -prozesse schnell im Haus zu kommunizieren sowie die Verwendung von Papierlisten für Umsatzstatistiken weitgehend abzuschaffen - das reduziert die Verwaltungskosten."

Ein weiterer Vorteil ist laut Pezold die einfache und für den Benutzer leicht verständliche Präsentation von Statistiken und anderen Informationen mit Hilfe eines Webbrowsers. Die Inhalte des Informationssystems unterteilen sich in die unstrukturierten Daten der Online-Dienste und die strukturierten Bestände des Data Warehouse. "Drehscheibe unseres neuen Informationssystems ist das Data Warehouse, das wir gerade für die Nutzung via Web umrüsten", so Pezold weiter. "Es fungiert als Schaltstelle im System, das Informationen aus operativen Systemen verarbeitet und über das Web bereitstellt." Die Ergebnisse der Auswertungen durch die Fachabteilungen werden wiederum in das Data Warehouse gespielt und dienen als Grundlage für weitere Entscheidungsprozesse.

Beim Aufbau des Web-Warehouse kann die IT-Abteilung der DG HYP auf ihren Erfahrungsschatz mit der End-to-End-Lösung von SAS zurückgreifen. Für die Extraktion der Daten aus den verschiedenen operativen Datenquellen kommt die universelle Schnittstelle SAS/Access® zum Einsatz, das Modul SAS/Base übernimmt die Verdichtung der Daten, während die Software SAS/MDDB® für die Auswertung mittels OLAP (Online Analytical Processing) aufbereitet. Für die Realisierung des Web-basierten Informationssystems wird jetzt ausserdem SAS/IntrNet® eingesetzt.

Der Fahrplan für den Aufbau des Informationssystems: Planung und Realisierung eines Pilotprojekts für die Abteilungen Controlling und Marketing wurden in einem Zeitraum von sechs Monaten abgeschlossen. Für das Controlling steht dabei die Geschäftsentwicklung im Vordergrund, zum Beispiel die Bewertung der Profitabilität von Kreditmodellen der einzelnen Kundenkredite. Das Marketing stützt sich insbesondere bei der Vertriebsanalyse und den Aufgaben der internen Kommunikation auf das System.

Warehouse-Informationen über das Intranet
Pezold beschreibt, wie die Arbeit mit dem neuen Informationssystem für die DG HYP in Zukunft aussehen wird: "Es ist geplant, dass das vorhandene Kundenkontakt-Managementsystem, in dem sämtliche Kontaktdaten der Aussendienstmitarbeiter zu unseren Partnervermittlern gesammelt werden, zu integrieren. Auch diese Informationen gelangen ins Data Warehouse und werden über das Intranet an die Mitarbeiter verbreitet; ausserdem sind diese Daten Basis für spezifische Marketingaktivitäten, die dann auf der operativen Seite umgesetzt werden."

Mit dem Informationssystem verfolgt die DG HYP nicht nur kurzfristige Ziele, auch langfristige Strategien werden mit Hilfe des Infonetzes umgesetzt. Die DG HYP ist dabei, ihre Abteilungen in Profitcenter umzuwandeln: Als solche sind die einzelnen Geschäftsbereiche verantwortlich für die Budgetüberwachung und die Erfolgskontrolle ihrer Aktivitäten, was mit Hilfe einer SAS Anwendung durchgeführt wird. "Die Lösung von SAS wertet nicht nur unsere unternehmensweite Kommunikationsstruktur auf, sondern bietet uns auch die technische Voraussetzung für die Nutzung neuer Geschäftsmöglichkeiten", so das zufriedene Resümee Pezolds. "Die Verknüpfung und Analyse heterogener Daten, die nur scheinbar nichts miteinander zu tun haben, öffnen uns einen neuen, kreativen Blickwinkel auf unser Business."
Stefan Pezold
Lösung:
Web-basiertes SAS® Data Warehouse inkl. SAS® Data Management und SAS® Analytics
Herausforderungen:
- Web-basiertes Informationssystem für Kunden und Geschäftsprozesse
- Integration heterogener sowie unstrukturierter Datenquellen
- eine einheitliche Data Warehouse- Plattform
Nutzen:
- Reporting und Analysen für das Kreditgeschäft - abteilungsübergreifendes Reportingsystem für alle Mitarbeiter
- zentrales Management-Informationssystem
"Die Lösung von SAS wertet nicht nur unsere unternehmensweite Kommunikationsstruktur auf, sondern bietet uns auch die technische Voraussetzung für die Nutzung neuer Geschäftsmöglichkeiten. ... Die Verknüpfung und Analyse heterogener Daten, die nur scheinbar nichts miteinander zu tun haben, öffnen uns einen neuen, kreativen Blickwinkel auf unser Business."
Stefan Pezold,
Verantwortlicher für den Bereich Data Warehousing bei der Deutschen Genossenschafts-Hypothekenbank AG
The Power to Know
   Kontakt     Suchen     Terms of Use & Legal Information     Privacy Statement   Copyright © 2008 SAS Institute Inc. All Rights Reserved