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Finanzkrise durch Lücken im Risikomanagement verursacht

Eine Studie zeigt, dass sich zahlreiche Finanzdienstleister zum Handeln getrieben fühlen

Zürich, 30. September 2008 -  Die Auswirkungen der Finanzkrise hängen massgeblich mit Lücken in den Risikomanagement-Systemen (Enterprise Risk Management, ERM) zusammen. Dieser Meinung sind mehr als 70 Prozent von rund 350 Führungskräften aus dem Finanzdienstleistungssektor. Sie wurden im Rahmen einer von SAS im Juli 2008 in Auftrag gegebenen weltweiten Studie durch die Economist Intelligence Unit (The Economist) befragt. Rund 60 Prozent der Befragten gaben an, dass sie aufgrund der Kreditkrise ihre Risikomanagement-Prozesse jetzt deutlich genauer überprüfen würden. Bei 71 Prozent gibt es zwar eine Strategie für Risikomanagement, sie wird aber noch immer nicht vollständig umgesetzt.

Wenn ein moderner integrierter Risikomanagement-Ansatz greifen soll, muss sichergestellt sein, dass die Beteiligten jederzeit auf aktuelle, relevante und konsistente Daten zugreifen können. Zu den grössten Herausforderungen bei der Installation eines integrierten Risikomanagements gehören laut Umfrage die Themen Datenzugriff und Verankerung in der Unternehmenskultur. Aber, das betonten die Befragten ebenfalls, wenngleich eine leistungsstarke Infrastruktur unerlässlich ist, darf der Faktor Mensch als bewertende Instanz nicht fehlen. Und für mehr als die Hälfte der Befragten ist klar, dass Risikomanagement unbedingt als Teil der Unternehmenskultur wahrgenommen werden muss. So spielt die Anpassung der Organisationsstruktur eine ebenso wichtige Rolle wie strikte Berichtsstrukturen und die Etablierung andere Kommunikationskanäle.

Lediglich 18 Prozent der Befragten gaben an, dass sie ihre Risikomanagement-Strategie über alle Abteilungen hinweg anwenden. Dem gegenüber stehen 71 Prozent, die sagten, dass sich die ERM-Strategie in ihrem Hause derzeit noch in der Realisierungsphase befindet, und 8 Prozent gestanden sogar ein, noch nicht einmal Pläne für entsprechende Richtlinien zu verfolgen. Sie wollen aber mittelfristig aktiv werden.

Diese Diskrepanz zwischen dem Anteil der Umsetzer und der Planer mag ausdrücken, wie langwierig der Prozess ist, bis ein integrierter Ansatz im Unternehmen steht. Schliesslich bedingt er oftmals ein Umdenken in der Organisationsstruktur. Irgendwie könne man sagen, dass ERM weniger als Ziel denn als Reise zu begreifen sei, so die Konklusion der Autoren. Eines ist jedenfalls klar: Viele Institute verfolgen das Thema Risikomanagement zum ersten Mal als integrierten strategischen Ansatz. 

Wer baut den Handlungsdruck eigentlich auf?

Die Finanzkrise trägt massgeblich dazu bei, darüber waren sich die Branche einig, dass sich die regulatorischen Bestimmungen mittelfristig weiter verschärfen. Doch schon heute überdenken viele aus eigenen Stücken den generellen Umgang mit Risiken in ihren Unternehmen. Dazu raten auch etablierte Institute wie das Forum für Finanzstabilität (Financial Stability Forum, FSF) oder das Institut für Internationale Finanzen (Institute for International Finance, IIF). Beide empfehlen, die Risikomanagement-Prozesse schon gegenwärtig genau unter die Lupe zu nehmen.

Viele Finanzdienstleister fühlen sich jetzt vom Regulator selbst (72 Prozent), aber auch durch die obere Managementebene in ihrem Unternehmen (62 Prozent) zum Handeln getrieben. Einige von ihnen haben ihre Systeme bereits in der Folge der Kapitalmarktbaisse in den Jahren 2001 und 2002 installiert. Für die meisten lässt sich der Erfolg von integriertem Risikomanagement mit weit mehr als nur mit quantitativen Grössen messen. Dazu zählen vor allem die Bewertung von Reputationsrisiken (62 Prozent), die Kapitalallokation bei Kredit- und Marktrisiken (56 Prozent), die Berechnung von Ausfallwahrscheinlichkeiten bei Krediten (46 Prozent) sowie das Thema Steigerung der Unternehmensperformance (41 Prozent).

Über SAS:

SAS ist mit 2,15 Milliarden US-Dollar Umsatz weltweit führend bei Business-Analytics-Software und grösster unabhängiger Anbieter im Business-Intelligence-Markt. Die strategisch-analytischen Lösungen von SAS – basierend auf einer Enterprise-Intelligence-Plattform – werden von Unternehmen in 107 Ländern eingesetzt. Insgesamt 96 der Top-100 der Fortune-500-Unternehmen vertrauen auf SAS. Die SAS Lösungen helfen Unternehmen dabei, aus ihren vielfältigen Geschäftsdaten konkrete Informationen für strategische Entscheidungen zu gewinnen und damit ihre Leistungsfähigkeit zu steigern. Mit den Fach- und Branchenlösungen von SAS können Unternehmen Strategien entwickeln und umsetzen, den eigenen Erfolg messen, ihre Kunden- und Lieferantenbeziehungen profitabel gestalten sowie die gesamte Organisation steuern und regulatorische Vorgaben erfüllen. Als einziger Hersteller bietet SAS alle Komponenten der Business-Intelligence-Prozesskette aus einer Hand – von Datenintegration, -management und -analyse über das Reporting bis hin zur grafischen Aufbereitung der Informationen. Firmensitz der 1976 gegründeten US-amerikanischen Muttergesellschaft ist Cary, North Carolina (USA). SAS Schweiz beschäftigt derzeit mehr als 45 Mitarbeiter und hat Niederlassungen in Zürich und Genf. The Power to Know® .

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