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Versicherungsbetrug  – Volkssport oder systematisch überschätzt?

Modernen Mythen auf den Zahn gefühlt

Heidelberg, 19. Oktober 2012 - Versicherungsbetrug geht alle an: Die Betrüger profitieren – die Ehrlichen zahlen erhöhte Prämien

43 Milliarden Euro Versicherungsleistungen stehen in der deutschen Schaden- und Unfallversicherung 55 Milliarden Euro Beitragseinnahmen gegenüber (2010). – Wie viel davon werden aufgrund von Betrug ausgezahlt?

SAS Institute stellt im Rahmen des neuen Informationsprojekts „Opinion & Facts" erfragte Meinungsbilder recherchierbaren Fakten gegenüber.
Wie ehrlich ist Deutschland gegenüber seinen Versicherern?

Im Auftrag von SAS befragte TNS EMNID im September 2012 über 1.000 Verbraucher in Deutschland über Schaden und Schuldige bei Versicherungsbetrug.
Den jährlichen Schaden durch Versicherungsbetrug schätzen 16 Prozent der Befragten auf 100 Millionen Euro. 4 Prozent befürchten gar 10 Milliarden Euro Jahresschaden. Die Mehrheit von knapp 60 Prozent der Befragten vermutet den Schaden in der Größenordnung zwischen einer halben und einer Milliarde Euro.
Lediglich etwa 13 Prozent quantifizieren den Schaden bei circa 5 Milliarden Euro. Diese recht kleine Gruppe kommt mit ihrer Einschätzung der von der Versicherungswirtschaft veröffentlichten Höhe der Betrugsschäden recht nahe.

Wer betrügt öfter? Unternehmer oder Privathaushalte? 
Privathaushalten und Unternehmern wird in etwa zu gleichen Teilen Versicherungsbetrug unterstellt. Hierbei gibt es auch keine nennenswerten Abweichungen zwischen West oder Ost, männlich oder weiblich, nach Alter, Schulbildung oder nach Wohnort.

Eine Hitliste der betrugsanfälligen Sparten
Die Befragten schätzten auch, bei welchen Versicherungsarten es am häufigsten zu Betrugsfällen kommt. Ganz klare Spitzenreiter sind hierbei die Haftpflichtversicherung (33 Prozent), die Autoversicherung (26 Prozent) und die Hausratversicherung (21 Prozent). Die anderen angebotenen Versicherungsalternativen wie Unfall-, Gebäude- oder Krankenversicherung spielen nur eine untergeordnete Rolle (in Summe 14 Prozent).

Zum Sachverhalt Betrug gibt es keine ‚harten' Zahlen
Wenig erfasste Straftaten

Es gibt Angaben über nachgewiesenen Betrug, und es gibt Vermutungen über Betrug oder versuchten Betrug. Die polizeiliche Kriminalstatistik weist für 2011 etwas mehr als 4.400 Fälle von ‚Betrug zum Nachteil von Versicherungen und Versicherungsmissbrauch' aus – also nur etwa 54 Beschuldigte pro 1 Million Einwohner. Diesen drohen nach dem Strafgesetzbuch Geldstrafen und Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren. Darüber hinaus existiert eine Grauzone nicht aufgedeckten Versicherungsbetruges.
Hohe vermutete Schäden: Kleinbetrug summiert sich zu Milliarde

Die Versicherungen sehen Fallzahlen und Schäden dramatischer, ohne jedoch wirklich harte Fakten hierzu veröffentlicht zu haben. Seit Jahren allerdings wird ein Betrag von jährlich insgesamt etwa 4 Milliarden Euro an unberechtigten Schadenzahlungen aufgrund betrügerischen Verhaltens der Versicherten zitiert. Dies entspräche in der Sachversicherung je nach Berechnung einem Anteil von 4 bis 6 Prozent der Versicherungsprämien. Jeder 10. Schadenfall in der Kfz-Haftpflichtversicherung wird nach solchen Schätzungen in der Schadenhöhe manipuliert oder als unversicherter Fall zum Versicherungsfall gemacht. Dementsprechend geht der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GdV) auch aktuell von etwa 1,5 Milliarden Euro Schaden durch Versicherungsbetrug allein für die Sparte Kraftfahrt aus.
Ähnlich sind die Befunde in benachbarten Ländern. Auch der Schweizerische Versicherungsverband verfügt über keine Statistiken zum Ausmaß des Betruges, schätzt aber in Übereinstimmung mit seinen Mitgliedsunternehmen, dass rund 10 Prozent der Schadenzahlungen auf betrügerischen Forderungen beruhen. Andere Quellen beziffern Versicherungsbetrugsschäden für die Schweiz auf circa 1 Milliarde Schweizer Franken, in Österreich auf etwa eine halbe Milliarde Euro und für Großbritannien auf etwa 1 Milliarde britischer Pfund.

Über „Opinion & Facts"
‚‚Opinion & Facts" ist eine mehrmals jährlich erscheinende Publikation, herausgegeben von SAS Deutschland. SAS ist einer der weltweit größten Software-Hersteller und der größte unabhängige Anbieter von Business-Analytics-Lösungen. „Opinion & Facts" hinterfragt „moderne Mythen" der öffentlichen Meinung durch Rückgriff auf valide Statistiken und repräsentative Erhebungen.

Über SAS:

SAS ist mit 2,725 Milliarden US-Dollar Umsatz einer der größten Softwarehersteller der Welt. Im Business-Intelligence-Markt ist der unabhängige Anbieter von Business-Analytics-Software führend. Die SAS Lösungen für eine integrierte Unternehmenssteuerung helfen Unternehmen an weltweit mehr als 60.000 Standorten dabei, aus ihren vielfältigen Geschäftsdaten konkrete Informationen für strategische Entscheidungen zu gewinnen und damit ihre Leistungsfähigkeit zu steigern.

Mit den Softwarelösungen von SAS entwickeln Unternehmen Strategien und setzen diese um, messen den eigenen Erfolg, gestalten ihre Kunden- und Lieferantenbeziehungen profitabel, steuern die gesamte Organisation und erfüllen regulatorische Vorgaben. 96 der Top-100 der Fortune-500-Unternehmen vertrauen auf SAS.

Firmensitz der 1976 gegründeten US-amerikanischen Muttergesellschaft ist Cary, North Carolina. SAS Deutschland hat seine Zentrale in Heidelberg und weitere Niederlassungen in Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln und München. Weitere Informationen unter http://www.sas.de.

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