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Risiko-IT-Architektur: Regulatorische Vorgaben als Chance nutzen

Neue Regularien beeinflussen Geschäftsmodelle der Banken

Heidelberg, 14. Dezember 2011 - Neue Regularien beeinflussen Geschäftsmodelle der Banken und erhöhen Anforderungen an Risiko-IT-Funktionalität und -Infrastruktur - Banken sollten regulatorische Reform nutzen, um ihre technische Infrastruktur zur Messung und Steuerung von Risiken zukunftsfähig zu machen

Heidelberg/Frankfurt, 14. Dezember 2011 - Der hohe Regulierungsdruck im Bankensektor wird in den nächsten Jahren weiter deutlich zunehmen - beispielsweise durch weitere Anforderungen der EU-Behörden sowie die Einführung von Basel III und IFRS 9. Vor diesem Hintergrund müssen Banken nicht nur ihre Geschäftsmodelle adaptieren, sondern insbesondere auch die technischen Voraussetzungen schaffen, um ihre finanziellen Ressourcen - Kapital und Liquidität - effizient und effektiv steuern zu können. Statt die neuen Vorgaben der Regulierungsbehörden nur als Pflichtaufgabe zu sehen, sollten Banken sie als Chance begreifen, eine zukunftsfähige IT-Infrastruktur zu schaffen, die eine transparente und vorausschauende Steuerung der finanziellen Ressourcen ermöglicht. In diesem Zusammenhang ist die Transformation der Risiko-IT-Infrastruktur von besonderer Bedeutung. Die Studie Moving Beyond Compliance: How Banks Should Leverage Technology to Capitalize on Regulatory Change stellt ein Framework vor, das Banken dabei unterstützt, im Rahmen ihrer strategischen Ziele und der regulatorischen Vorgaben ein klares Zielbild für ihre Risiko-IT-Architektur zu entwickeln. Die Studie wurde gemeinsam vom Softwareunternehmen SAS,  The Boston Consulting Group (BCG) und der auf IT-Themen spezialisierten BCG-Tochter Platinion erstellt.

Risiko-IT-Architektur vieler Banken muss aufgerüstet werden "Die neuen regulatorischen Vorgaben betreffen nicht nur die Geschäftsmodelle und Steuerungsprozesse der Banken, sondern stellen auch eine große Herausforderung für die technische Infrastruktur der Banken dar", sagt Dr. Walter Bohmayr, Mitautor der Studie und BCG-Partner. "Sich bei der Umsetzung nur auf die reine Erfüllung regulatorischer Vorgaben, also auf Compliance, zu beschränken, wäre eine vergebene Chance."

"Banken müssen nicht nur die Stichtagszahlen schneller und in größerer Granularität berichten, sondern auch flexibel in der Lage sein, Prognosen und Simulationen durchzuführen. Dies erfordert eine Steigerung der Flexibilität und Zugriffsgeschwindigkeit in der Datenhaltung, eine konsistentere Datenerfassung sowie eine Vereinheitlichung in den Berechnungs-und Bewertungsverfahren", so Peter Neu, BCG-Partner und weiterer Autor der Studie.

Christoph Benzinger von SAS ergänzt: "Auch wenn die neuen Regularien über die nächsten Jahre schrittweise eingeführt werden, sind heute bereits IT-strategisch die Weichen zu stellen, um ausreichend Zeit zu haben, die neuen Herausforderungen operativ effizient und effektiv umsetzen zu können."

Technische Umsetzung ist erfolgskritisch Die neuen Regularien, insbesondere die Kapital- und Liquiditätsanforderungen durch Basel III, werden die Wettbewerbsdynamik im Bankensektor verändern und viele Banken zwingen, ihre Geschäftsmodelle zu überprüfen. Dennoch sollten Banken nicht die technische Seite der Reformen aus dem Blick verlieren, die essenziell ist, um die Regularien zu erfüllen und im neuen Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben. Mit Blick auf die Technologie reichen die Änderungen von neuen Ansprüchen an Funktionalitäten, Kalkulation und Reporting bis hin zu erhöhtem Druck auf die zugrunde liegende Infrastruktur, z. B. hinsichtlich der Datenspeicherungs- und Verarbeitungskapazitäten.

Durch deutlich wachsende zu konsolidierende Datenmengen und zunehmende Anforderungen hinsichtlich der Datenverfügbarkeit sowie der notwendigen Konsistenz zwischen verschiedenen Datensets (z. B. Risiko- und Finanzdaten) wird die Datenhaltung unter den neuen Rahmenbedingungen wesentlich anspruchsvoller und komplexer. Darüber hinaus müssen Banken die Funktionalitäten und Flexibilität ihrer Modelle und Berechnungen erweitern. Im neuen regulatorischen Umfeld müssen diese Tools nicht allein mehr Metriken, sondern auch häufigere Updates bereitstellen. Verbesserte Reportingfähigkeiten sind für die Steuerung der finanziellen Ressourcen ebenfalls unabdingbar. Die Risiko-IT-Infrastruktur sollte über ein dynamisches Frontend-System verfügen, das aggregierte Daten darstellt, dem Nutzer aber gleichzeitig erlaubt, bei Bedarf detailliertere Informationen einzusehen ("Drill-down-Funktionalitäten").

Verbindung von Geschäfts- und IT-Anforderungen durch neu entwickeltes Framework Das Compliance-Transparency-Forecast-(CTF-)Framework unterstützt Banken dabei, die Verbindung zwischen Geschäfts- und IT-Anforderungen herzustellen - und die neuen regulatorischen Vorgaben über die erforderliche Compliance hinaus umzusetzen. Das Framework beschreibt den angestrebten Entwicklungsgrad für die Steuerungsprozesse einer Bank:

  • Compliance: Erfüllung regulatorischer Vorgaben durch Berechnung und Meldung der geforderten Kennzahlen
  • Transparency: Transparenz über zugrunde liegende Daten und Treiber für regulatorische und ökonomische Kennzahlen und Ableitung von Steuerungsimpulsen
  • Forecast: Möglichkeit zur Durchführung von szenariobasierten Simulationen für die Entwicklung von regulatorischen und ökonomischen Kennzahlen und Einbindung der Ergebnisse in die Banksteuerung

Marktteilnehmer, die sich bis zum äußersten Punkt des CTF-Spektrums vorarbeiten, d. h. bis auf "Forecast", haben einen entscheidenden Vorteil: Sie haben Transparenz nicht nur über die aktuelle, sondern auch über die zukünftige Höhe und Verwendung ihrer finanziellen Ressourcen. Auch wenn dieses Wissen grundlegend erscheint, haben viele Banken noch Schwierigkeiten, derartige Informationen umfassend und zeitnah mit ihren Systemen zu ermitteln. Daher fehlt ihnen oftmals ein genauer und aktueller Überblick über ihre finanziellen Ressourcen.

Das CTF-Framework unterstützt Banken dabei, einen Umsetzungsplan zur Optimierung ihrer IT zu entwickeln. Entsprechende Roadmaps werden dabei von Bank zu Bank sehr unterschiedlich aussehen, abhängig vom jeweiligen Geschäftsmodell, von strategischen Zielsetzungen, ihrem Risikoprofil sowie insbesondere der aktuellen IT-Infrastruktur.

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SAS ist mit 2,43 Milliarden US-Dollar Umsatz einer der größten Softwarehersteller der Welt. Im Business-Intelligence-Markt ist der unabhängige Anbieter von Business-Analytics-Software führend. Die SAS Lösungen für eine integrierte Unternehmenssteuerung helfen Unternehmen an insgesamt mehr als 50.000 Standorten dabei, aus ihren vielfältigen Geschäftsdaten konkrete Informationen für strategische Entscheidungen zu gewinnen und damit ihre Leistungsfähigkeit zu steigern.

Mit den Softwarelösungen von SAS entwickeln Unternehmen Strategien und setzen diese um, messen den eigenen Erfolg, gestalten ihre Kunden- und Lieferantenbeziehungen profitabel, steuern die gesamte Organisation und erfüllen regulatorische Vorgaben. 93 der Top-100 der Fortune-500-Unternehmen vertrauen auf SAS.

Firmensitz der 1976 gegründeten US-amerikanischen Muttergesellschaft ist Cary, North Carolina. SAS Deutschland hat seine Zentrale in Heidelberg und weitere Niederlassungen in Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln und München.

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