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Neue Studie: Personalreduzierung führt nicht zu gewünschten Einsparungen
- Deutsche Unternehmen sind unzufrieden mit Höhe, Transparenz und Steuerung ihrer Kosten in den indirekten Bereichen
- Studie wurde von der Unternehmensberatung Seidenschwarz & Comp. und der Universität Stuttgart mit Unterstützung von SAS durchgeführt
- Befragt wurden Führungskräfte der 500 größten deutschen Unternehmen
Heidelberg, 06. Mai 2009 -
Die einfache Reduzierung von Personal, verbunden mit einer simplen Kostensenkung, führt selten zum gewünschten Sparerfolg. Vielmehr setzen Unternehmen auf die systematische Prozessoptimierung und Konsolidierung von Dienstleistungen zu Shared Services. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie unter deutschen Großunternehmen, die die Unternehmensberatung Seidenschwarz & Comp. und der Lehrstuhl Controlling der Universität Stuttgart mit Unterstützung von SAS, einer der größten Softwarehersteller weltweit, durchgeführt hat. Die Studie gibt einen Überblick über den aktuellen Stand des Managements der Gemeinkosten. Die Autoren haben dafür die 500 umsatzstärksten Unternehmen in Deutschland angeschrieben und einen Rücklauf von 65 auswertbaren Fragebögen erhalten. Zusätzlich wurden 15 Tiefeninterviews mit CFOs und Controlling-Leitern geführt.
Generell ist das Wissen über die Methoden zur Optimierung der Gemeinkosten sehr hoch. Instrumente wie das Target Costing, die Prozesskostenrechnung oder die Wertanalyse sind fast allen Teilnehmern bekannt. Dennoch werden sie nur selten systematisch und umfassend in der Unternehmenspraxis eingesetzt. Kostenvorkalkulation (36 Prozent), Standardkostenmodelle (32 Prozent) und präventives Gemeinkostenmanagement (19 Prozent) weisen hier noch die höchsten Werte auf. Fast drei Viertel der deutschen Unternehmen sehen in der Reduzierung der Gemeinkosten eine wichtige Aufgabe – doch die Unzufriedenheit mit der Höhe, Transparenz und Steuerbarkeit dieser Kosten ist groß.
Der Anteil der Gemeinkosten an den gesamten Ausgaben liegt im Durchschnitt aller Studienteilnehmer bei 27 Prozent. Der mit Abstand größte Kostenblock ist der Bereich Vertrieb/Marketing/Service. Insgesamt 8,2 Prozent der Gesamtkosten eines Unternehmens entfallen auf dieses Segment. Allerdings gibt es hier je nach Branche zum Teil erhebliche Abweichungen: In der Telekommunikationsbranche liegt der Anteil der Kosten für Vertrieb/Marketing/Service bei 20 Prozent der Gesamtkosten, bei den Energieversorgern beträgt der Wert unter zwei Prozent. Zugleich ist die Zufriedenheit mit der Kostenentwicklung im Vertriebsbereich am niedrigsten. Allerdings geben die Unternehmen hier nur selten Ziele zur Kostensenkung vor.
Die Studie hat auch das Kostensenkungspotenzial und den Aufwand von Instrumenten des Kostenmanagements untersucht: Die Teilnehmer betrachten Activity Based Costing, Wertanalyse und Target Costing als die wirkungsvollsten Methoden. Standardkostenmodelle verursachen zwar nur geringen Aufwand, sind jedoch am wenigsten geeignet, um Potenziale zur Kostensenkung zu heben. Kostenvorkalkulation ist zwar mit einem etwas höheren Aufwand verbunden als Standardkostenmodelle, aber dafür deutlich leistungsfähiger.
„Zentrale Voraussetzungen für die Kostenoptimierung in den indirekten Bereichen sind Kostentransparenz, Management Support sowie das Kostenbewusstsein der Mitarbeiter und dessen Verankerung in der Unternehmenskultur und in den Prozessen“, kommentiert Andreas Horzella, Fokusfeldleiter Finance & Controlling bei Seidenschwarz & Comp. „Wir haben in unserer Studie festgestellt, dass Unternehmen, die hier bereits erste Maßnahmen eingeleitet haben, nicht nur ihre Kosten senken, sondern zugleich auch mehr Transparenz bei den Gemeinkosten schaffen konnten.“
Jörg Cramer, Manager Competence Center Financial & ERP Solutions bei SAS Deutschland, ergänzt: „Die Studie hat gezeigt, dass die Kostentransparenz in den indirekten Bereichen schnell und umfassend hergestellt werden sollte, um die Potenziale zur Kostensenkung zu erkennen. Strategisch-analytische Lösungen schaffen diese Transparenz: Sie führen Informationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammen, zeigen verborgene Ursache-Wirkungs-Beziehungen und verbessern die Steuerungsfähigkeit eines Unternehmens.“
Die Studie ist hier einsehbar.
Über SAS:
SAS ist mit 2,26 Milliarden US-Dollar Umsatz einer der größten Softwarehersteller der Welt. Im Business-Intelligence-Markt ist der unabhängige Anbieter von Business-Analytics-Software führend. Die SAS Lösungen für eine integrierte Unternehmenssteuerung helfen Unternehmen an insgesamt mehr als 45.000 Standorten dabei, aus ihren vielfältigen Geschäftsdaten konkrete Informationen für strategische Entscheidungen zu gewinnen und damit ihre Leistungsfähigkeit zu steigern. Mit den Softwarelösungen von SAS entwickeln Unternehmen Strategien und setzen diese um, messen den eigenen Erfolg, gestalten ihre Kunden- und Lieferantenbeziehungen profitabel, steuern die gesamte Organisation und erfüllen regulatorische Vorgaben. 96 der Top-100 der Fortune-500-Unternehmen vertrauen auf SAS. Firmensitz der 1976 gegründeten US-amerikanischen Muttergesellschaft ist Cary, North Carolina. SAS Deutschland hat seine Zentrale in Heidelberg und weitere Niederlassungen in Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln und München.
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