Referenzen /

SAS Austria
Mariahilfer Straße 116
A-1070 Wien
www.sas.com/austria

Referenzen

DruckversionDruckversionPDF PDF

Referenzen

 

Feuerfeste Prognosen

Effizientes Forecasting

Der Kunde
Die RHI AG, Weltmarkt- und Technologieführer bei hochwertigen Feuerfestmaterialien, ist mit 32 Produktionsstandorten in vier Kontinenten vertreten. Perfekte Teamarbeit in Kombination mit SAS Analytics sorgen für eine optimale Liefernetzwerkplanung, die sowohl den Kunden als auch dem Konzern entscheidende Vorteile bringt.

Zwei Millionen Tonnen Feuerfestprodukte, das sind feuerfeste Steine, Massen, Mörtel und Funktionalprodukte wie beispielsweise Ventile, werden jährlich in den Produktionsstätten der RHI in Europa, den USA, Kanada, Lateinamerika, Südafrika und China erzeugt und von 70 Vertriebsstandorten auf fünf Kontinenten an über 10.000 Kunden verkauft. Gegründet vor über 100 Jahren behauptet sich der Global Player mit österreichischen Wurzeln und rund 7.000 Mitarbeitern heute nachhaltig an der Weltmarktspitze. Dafür sorgen höchste Qualitätsansprüche verbunden mit umfassenden Services und Dienstleistungen sowie einer intensiven Forschungs- und Entwicklungsarbeit, für die das RHI Technology Center in Leoben verantwortlich zeichnet.

„Unsere Produkte werden in einer Vielzahl von industriellen Hochtemperaturprozessen benötigt. Sie kommen in der Stahl-, Glas- und Zementindustrie ebenso zum Einsatz wie beispielsweise in der Müllverbrennung. Beständigkeit und Konstanz sind unsere entscheidenden Wettbewerbsvorteile. Höchste Zuverlässigkeit ist hier das oberste Gebot. Das gilt sowohl für die Qualität der Produkte als auch für die Liefertreue und die Lieferbereitschaft. Wobei es natürlich auch darum geht, diese Ziele mit geringem Kosten- und Ressourceneinsatz zu erreichen.“ Dr. Josef Pichler vom RHI Technology Center in Leoben bringt die Anforderungen auf den Punkt. Als Leiter der Abteilung „Demand Planning“ ist er im steiermärkischen Technologiezentrum gemeinsam mit seinem Team für das „Angewandte Forecasting“ zuständig. Die monatlich erstellten Forecasts dienen als Basis für die weltweite Liefernetzwerkplanung.

Die Aufgabe
Die Herausforderung bei diesem Aufgabenbereich: Monatlich etwa 20.000 Auftragspositionen so auf die Produktionsstätten zu verteilen, dass die Summe der variablen Kosten minimiert wird. Schwankende Produktionskapazitäten in den einzelnen Werken, unterschiedliche Transportzeiten und die Frage nach der richtigen Dimensionierung der Lager gilt es dabei zu berücksichtigen. Lagerkosten bedeuten gebundenes Kapital, was eine optimale Planung in Hinblick auf Rohstoffe, Beschaffung und Kapazitäten unabdingbar macht. „Das ist natürlich keine Aufgabe, die die Statistik alleine zu leisten vermag. Entscheidend ist hier die enge Zusammenarbeit mit unseren Partnerabteilungen innerhalb der RHI. Nur so können wir uns ein Gesamtbild verschaffen und darauf aufbauend zuverlässige Prognosen erstellen", betonen Josef Pichler und seine beiden Kollegen DI Markus Kriegl, Demand Planning Manager, und Mag. (FH) Helmut Haberleitner, Process Development Production Planning.

Die Lösung
Die drei Manager bildeten das Kernteam, das im Jahr 2008 mit dem Projekt zur Optimierung der Liefernetzwerkplanung in der RHI beauftragt wurde und dessen Initiator und Wegbereiter Josef Pichlers Chef Bernhard Goliasch, 2008 verantwortlich für das Supply Chain Management des Konzerns, war. „Er hat die Tür für diese Entwicklung aufgemacht", erinnert sich Pichler, der zu dem Zeitpunkt seine Dissertation zum Thema „Angewandtes Forecasting" abgeschlossen hatte und mit der fachlichen Projektleitung betraut wurde. Helmut Haberleitner übernahm die technische und organisatorische Projektleitung und damit insbesondere die Integration der verschiedenen, am Planungsprozess beteiligten, IT-Systeme. Markus Kriegl zeichnete als Experte für Datenmodellierung für die konzeptionelle Planung, die Liefernetzwerkplanung und -optimierung verantwortlich. Ebenfalls von Anfang an, als wesentlicher Teil eines externen Beraterteams, mit an Bord: Die SAS Analytics.

Das Projekt
„Es wurde natürlich eine Software benötigt, um die Daten aus dem Betriebssystem zu analysieren und zu modellieren. Dazu haben wir uns vier Anbieter näher angesehen, die Entscheidung ist schließlich auf SAS gefallen", berichtet Helmut Haberleitner. Und sein Kollege Pichler ergänzt: „Wir haben die Software getestet und waren beeindruckt. SAS Analytics bietet uns alle erforderlichen Möglichkeiten der detaillierten Analysen, der Modellauswahl, der Parameterfestlegung und des Handlings der Daten. Ein weiteres Plus: Die außergewöhnlich kompetente Beratung und Betreuung durch die SAS-Mitarbeiter", so der Fachmann.

Neben SAS hat sich das Projektteam jede Menge Experten Know-how ins Boot geholt. So waren im Zuge der Entwicklung Kollegen aus allen Bereichen der Planung wie Logistik, Einkauf und Verkauf miteingebunden. Die enge Zusammenarbeit mit den befassten Abteilungen des Unternehmens bildet auch heute das Credo des „Demand Planning Office", so der Name der aus dem Projekt entstandenen Unit.

„Das Demand Planning bringt das statistische Know-how, die historischen Daten, die aktuellen  Auftragsstände und die Prognosen ein. Aber ebenso entscheidend sind die Inputs aus den Abteilungen Verkauf, Produktionslogistik und Rohstoff“, betont Markus Kriegl. Und so sehen die Beiträge der einzelnen Bereiche aus: Die qualitativen Einschätzungen zur jeweils aktuellen Marktsituation kommen vom Verkauf. Die Produktionslogistik berichtet, wo Produktionsbereiche verlagert oder gegebenenfalls Produktionskapazitäten an die aktuelle Bedarfslage angepasst werden. Die Rohstoffplanung steuert wichtige Angaben in Hinblick auf die eingesetzten Materialien – z.B. eigene Rohstoffe oder Fremdrohstoffe – bei.

Der Nutzen
„Alle diese Informationen sind essentiell und fließen in die Forecasts ein. Damit schaffen wir die Grundlagen für geschäftsrelevante Entscheidungen und können damit Planungshorizonte von sechs bis zwölf Monaten bieten", berichtet Helmut Haberleitner. Die erste Bilanz nach rund einem Jahr Demand Planning mithilfe von SAS Analytics: „Bei der Liefernetzwerkplanung (betrifft z.B. Produktions- und Transportkosten) konnte in Zusammenarbeit mit Produktions- und Transportlogistik ein siebenstelliger Eurobetrag an Kosten eingespart werden, die Rohstoffplanung konnte die Rohstoffbestandswerte auf Basis von Prognosen sogar um einen achtstelligen Eurobetrag senken.", resümiert Josef Pichler.

Wobei das Kostenargument nahezu ebenso wichtig für die Erfolgsbilanz ist, wie die Akzeptanz im Unternehmen. Und diese ist nach anfänglicher Skepsis – immerhin war auch von einer „Glaskugel" die Rede – mittlerweile gegeben. „Heute wird unser monatlicher Demand Planning Report an alle wesentlichen Schlüsselpositionen der operativen Planung (mehr als 100 Personen) gesendet und es gibt immer wieder Wünsche nach zusätzlichen statistischen Prognosen", berichten Pichler, Kriegl und Haberleitner stolz.

Die „Glaskugel" hat also Hochbetrieb. Und das wird so bleiben. Denn schließlich gilt es, auch künftig dafür zu sorgen, dass rund 2.000 Rohmaterialien von an die 800 Zulieferern in den weltweiten Produktionsstätten der RHI zu Feuerfest-Produkten verarbeitet werden und zeitgerecht an die Kunden in 180 Ländern gelangen. Daher arbeiten Josef Pichler und sein
Demand Planning-Team gemeinsam mit den weiteren befassten Abteilungen der RHI intensiv daran, das Liefernetzwerk durch das noch engere Zusammenrücken zwischen quantitativem und qualitativem Forecasting laufend zu optimieren und weiterzuentwickeln.

Copyright © SAS Institute Inc. All Rights Reserved.

RHI AG

Business Thema:
Der Einsatz von "Angewandtem Forecasting" mit monatlich erstellten Forecasts, welche als Basis für die weltweite Liefernetzplanung dienen.
Die Lösung:
SAS® Analytics
Nutzen:

Kosteneinsparung eines siebenstelligen Eurobetrages bei der Liefernetzwerkplanung sowie Demand Planning Report an alle wesentlichen Schlüsselpositionen

"Wir haben die Software getestet und waren beeindruckt. SAS Analytics bietet uns alle erforderlichen Möglichkeiten der detailierten Analysen, der Modellauswahl, der Parameterfestlegung und des Handlings der Daten. Ein weiteres Plus: Die außergewöhnlich kompetente Beratung und Betreuung durch die SAS-Mitarbeiter."

Dr. Josef Pichler

Leiter Demand Planning, RHI AG