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Die Tochter mit Überblick

Mit der Gründung der ITSV-GmbH wird die Herstellung kompatibler EDV-Strukturen und die Entwicklung, Beschaffung und Anwendung von Software in der österreichischen Sozialversicherung forciert, zentral geplant und gesteuert. Dadurch sollen in der gesamten Sozialversicherung die IT-Kosten gesenkt und die Qualität der Leistungen erhöht werden.

Im November 2004 wurde die IT Services der Sozialversicherung GmbH (ITSV-GmbH) als Tochter aller österreichischen Sozialversicherungsträger gegründet, mit dem Ziel, die IT-Landschaft der österreichischen Sozialversicherung zu reformieren und übergreifend zu steuern und zu koordinieren.

Die ITSV-GmbH hat schlanke Strukturen und besteht neben den beiden Geschäftsführern Erwin Fleischhacker und Hubert Wackerle aus 20 hoch qualifizierten Mitarbeitern, die in den vier Bereichen Hardware-Management, Software-Management, Netzwerk-/Telekommunikations-Management und Programm-Management die IT der Sozialversicherung in die Zukunft führen sollen. Alle Funktionen im Aufsichtsrat, der aus Eigentümervertretern, Vertretern der Aufsichtsbehörde (Bundesministerien) und einem Betriebsratsvertreter besteht, werden ehrenamtlich ausgeübt.

Vom All-Inclusive Anbieter des eigenen Trägers ... 
Derzeit betreiben die 24 Sozialversicherungsanstalten und der Hauptverband insgesamt 18 Rechenzentren mit 26 Großrechnern, 1.100 Servern und 18.600 mit EDV  ausgestatteten dezentralen Arbeitsplätzen, die sich IT-Services der österreichischen Sozialversicherung auf rund 260 Standorte (SV-Träger, Kundenservicestellen, medizinische Einrichtungen wie z.B. Ambulatorien oder Sonderspitäler, Kur- und Rehabilitationseinrichtungen) in ganz Österreich verteilen. Die IT eines Sozialversicherungsträgers fungiert derzeit im wesentlichen noch als All-Inclusive-Anbieter für den eigenen Träger.

... zum Schwerpunktzentrum für alle Träger
Durch die geplante organisatorische und technische Reformierung des gesamten IT-Bereichs sollen bei gleichzeitiger Erhöhung der Qualität der Leistungen die IT-Kosten gesenkt und der Finanzhaushalt der Sozialversicherung entlastet werden. Die Eckpfeiler des Reformvorhabens, welches in den kommenden Jahren umgesetzt werden soll, sind:
Konsolidierung des IT-Betriebes durch Reduzierung der Rechenzentren von 18 auf fünf Konsolidierung der IT-Entwicklung durch Etablierung einer durchgängigen Competence Center Struktur, das heißt einer Verlagerung der IT-Entwicklungstätigkeiten eines SV-Trägers weg vom All-Inclusive- Anbieter für den eigenen SV-Träger hin zum applikationsbezogenen Schwerpunktzentrum für alle SV-Träger. Schon bisher arbeiten die Sozialversicherungsanstalten in der Software-Entwicklung im Rahmen von so genannten „Standardprodukten“ – ein SV-Träger entwickelt für alle eine gemeinsame Applikation – zusammen. Dieser bereits vor Jahren eingeschlagene Weg soll fortgesetzt werden, mit dem Ziel, Mehrfach(weiter-)entwicklungen konsequent zu reduzieren. Nutzung von Synergiepotenzialen im Beschaffungsbereich.

SAS und ITIS – für Transparenz in der österreichischen Sozialversicherung
„Für die Konzeption eines tragfähigen organisatorischen und technischen Architecture Blueprints benötigt die ITSV-GmbH eine Reihe von Informationen über die aktuelle Ist-Situation sowie in der Umsetzung ein stringentes Programm-Management“, beschreibt Erwin Fleischhacker, kaufmännischer Geschäftsführer der ITSV-GmbH, die Aufgaben des Unternehmens. „Da wir diese Daten aber nicht nur für uns selbst erheben, sondern auch den Entscheidern innerhalb der Sozialversicherungsträger transparent darstellen wollen, entschieden wir uns im Sommer vergangenen Jahres für die Entwicklung eines webbasierten IT-Informationssystems (ITIS).“ In der Umsetzung dieser Plattform entschied die ITSV–GmbH sich für SAS, denn, so Fleischhacker: „SAS hat uns nicht nur in der Bewertungsphase mit seinem Angebot überzeugt, sondern auch in der sechsmonatigen Umsetzungsphase gemeinsam mit seinem Implementierungspartner, der Programmierfabrik, höchste Professionalität bewiesen. ITIS konnte in time und in budget Anfang dieses Jahres in Produktion gesetzt werden.“

Für die im ITIS verfügbaren Informationen wurden verschiedene Kategorien definiert:
• Anwendungen je Sozialversicherungsträger
• Hardware und Netzwerk je Sozialversicherungsstandort
• IT-Verträge je Sozialversicherungsträger
• Investitionspläne je Sozialversicherungsträger
• Personaldaten (aggregiert) inklusive der Grobplanung des Personaleinsatzes für applikationsabhängige und applikationsunabhängige Leistungen je Sozialversicherungsträger
• Masterplan und Projektcontrolling IT-Kosten

Betrieben wird das ITIS von der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse, die im Datawarehouse-Bereich schon seit Jahren erfolgreich mit SAS zusammenarbeitet.

Aktuelle Herausforderungen der ITSV-GmbH liegen nun in der Analyse und Verwertung der bereits vorhandenen und noch zu erhebenden Daten sowie in der Konzeption der organisatorischen und technischen Zielarchitektur. Zudem müssen die Maßnahmen zur Zielerreichung definiert werden und es gilt einen Masterplan zu erarbeiten, in dem alle relevanten Projekte und  deren übergreifende Abhängigkeiten dargestellt werden.

Hubert Wackerle, technischer Geschäftsführer der ITSV-GmbH: „Die Frage, Haben wir das schon im ITIS?“, ist in unserer täglichen Arbeit mittlerweile zur Standardfrage geworden. Wir denken bereits über ein nächstes Release nach und sind uns sicher, mit SAS auf den richtigen Partner gesetzt zu haben.“

 

Sozialversicherung in Österreich
Die 24 Sozialversicherungsträger sind im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger organisiert. Sie decken die drei Sparten der Unfallversicherung, Krankenversicherung und Pensionsversicherung ab. Im Rahmen der Krankenversicherung sind rund acht Millionen Österreicher (das entspricht 98 Prozent der Bevölkerung) für den Fall von Krankheit und Mutterschaft versichert. Rund 5,7 Millionen Menschen sind für den Fall von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten im Rahmen der Unfallversicherung abgedeckt. Die Pensionsversicherung kümmert sich um Alters- und Hinterbliebenenversorgung und bei Invalidität um rund 5,2 Millionen Menschen. Die Daten aller Versicherten befinden sich im zentralen Datenspeicher der Sozialversicherung. Neben den 18.600 internen mit EDV ausgestatteten Arbeitsplätzen haben noch cirka 16.500 Benutzer außerhalb der SV – etwa aus Bund, Ländern, Arbeitsmarktservice, Arbeitsmarktverwaltung – Zugriff.

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IT-Services der österreichischen Sozialversicherung (ITSV-GmbH)

Die Aufgabe:
Weg vom All-Inclusive-Anbieter für den eigenen SV-Träger hin zum applikationsbezogenen Schwerpunktzentrum für alle SV-Träger und somit den Entscheidern innerhalb der Sozialversicherungsträger Daten transparent darstellen zu können.
Die Lösung:
Entwicklung eines webbasierten IT-Informationssystems (ITIS)

SAS hat uns nicht nur in der Bewertungsphase mit ihrem Angebot überzeugt, sondern auch in der sechsmonatigen Umsetzungsphase zusammen mit ihrem Implementierungspartner, der Programmierfabrik, höchste Professionalität bewiesen.

Erwin Fleischhacker

kaufmännischer Geschäftsführer der ITSV-GmbH