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Presse

 

SAS-Umfrage: Finanzdienstleister halten bestehende Risikomanagement-Systeme für unzureichend

• Schlechte Datenqualität, zu wenig Fachwissen und fehlende Risikokultur als größte Hindernisse im Risikomanagement
• Vertrauen in Politik nicht groß

Wien, 19 Mai 2009 - Nur ein Drittel der Finanzdienstleister glaubt, dass die bestehenden Risikomanagement-Systeme den künftigen Aufgaben ihrer Branche gewachsen sind. Neben der schlechten Datenqualität seien mangelhaftes Fachwissen sowie die fehlende Risikokultur die größten Hindernisse. Dies hat eine weltweite Umfrage im Auftrag von SAS unter 334 Führungskräften ergeben. Nur bei 40 Prozent der Befragten ist das Bewusstsein für die Bedeutung des Risikomanagements im gesamten Unternehmen verankert. Die Studie weist ebenfalls aus, dass das Vertrauen in die Politik nicht sehr groß ist. Die Umfrage wurde vom Marktforschungsinstitut Economist Intelligence Unit im März 2009 durchgeführt und ist hier als Executive Summary einsehbar.

Die Befragten sind davon überzeugt, dass die Umstrukturierungen im Risikomanagement der Unternehmen weitreichend sein werden. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer gab an, dass sie ihr Risikomanagement bereits grundlegend auf den Prüfstand gestellt hätten oder dies beabsichtigten. Dabei zielten sie auf eine Verbesserung der Datenqualität und -verfügbarkeit, eine Stärkung der Risk-Governance, eine Verschiebung hin zu einem unternehmensweiten Ansatz im Risikomanagement sowie auf die engere geschäfts- und prozessübergreifende Integration der Risiken.

Obwohl die Finanzkrise Vertrauen in das Risikomanagement genommen hat, unterstreicht die Umfrage die Notwendigkeit, Performance Management und Risikomanagement miteinander zu verknüpfen. Alle Abteilungen der Finanzdienstleister und nicht nur die für die Kreditvergabe verantwortlichen Mitarbeiter müssen wissen, wie ihre Entscheidungen die Risikoexposition ihres Unternehmens beeinflussen. Dies gilt für das Marketing genauso wie für den Vertrieb – sie dürfen mit ihren Aktivitäten nicht unwissentlich konzentrierte Risiken schaffen oder solche verbergen.

Die Studie zeigt zugleich, dass das Vertrauen in die Politik bei einigen Teilnehmern nicht allzu groß ist: Jeder Dritte bezweifelt, dass die Aufsichtsbehörden angemessen auf die Finanzkrise reagieren. Die Teilnehmer sind überzeugt, dass mit den momentan diskutierten Reformen mehr Transparenz geschaffen werden muss. Sie sprechen sich unter anderem für eine strengere Regulierung der Ratingagenturen sowie für ein zentrales Clearing für Over-The-Counter-Derivate aus.

„Die Umfrage bestätigt überzeugend: Finanzdienstleister sind gefordert, mit einer umfassenden Neustrukturierung ihres Risiko- und Performance-Managements mehr Transparenz zu schaffen, um so bessere Entscheidungen treffen zu können“, erklärt Robert Stindl, Manager Business Solutions bei SAS Austria. „Der Schlüssel zum Erfolg liegt im Aufbau einer Infrastruktur für das Risikomanagement, die einen ganzheitlichen Blick auf die Risiken innerhalb der Organisation ermöglicht. Dabei kommt es darauf an, die Risikosteuerung sowohl ins Tagesgeschäft als auch in die Entwicklung der übergeordneten Geschäftsstrategien einzubinden.“

Über SAS:

SAS ist mit 2,26 Milliarden US-Dollar Umsatz Marktführer bei Business-Analytics-Software und weltweit größter unabhängiger Anbieter im Business-Intelligence-Markt. Die SAS Lösungen für eine integrierte Unternehmenssteuerung helfen Unternehmen an insgesamt mehr als 45.000 Standorten dabei, aus ihren vielfältigen Geschäftsdaten konkrete Informationen für strategische Entscheidungen zu gewinnen und damit ihre Leistungsfähigkeit zu steigern. Mit den Softwarelösungen von SAS entwickeln Unternehmen Strategien und setzen diese um, messen den eigenen Erfolg, gestalten ihre Kunden- und Lieferantenbeziehungen profitabel, steuern die gesamte Organisation und erfüllen regulatorische Vorgaben. 91 der Top-100 der Fortune-500-Unternehmen vertrauen auf SAS. Firmensitz der 1976 gegründeten US-amerikanischen Muttergesellschaft ist Cary, North Carolina (USA). SAS Austria hat seinen Sitz in Wien und beschäftigt 50 Mitarbeiter.

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