Analytische Vertriebssteuerung im Wealth Management

Maßgeschneiderte Leistungen und maßgeschneiderte Prozesse

Der Kunde

Im Wealth Management (WM) der neuen Commerzbank wird das Angebot für besonders vermögende Privatkunden gebündelt, die komplexe Anforderungen an ihren Finanzdienstleister stellen. Die Zusammenführung der beiden Häuser Commerzbank und Dresdner Bank hat zu einer nachhaltigen Erweiterung des hauseigenen Wealth Management-Angebotes geführt. Heute betreuen über 1.000 Commerzbank-Mitarbeiter an 41 Standorten 37.000 Kundenmandate; verwaltetes Gesamtvermögen: 47 Milliarden Euro.

Die Aufgabe

Bereits im Jahr 2008 wurden innerhalb des – damals noch unter der Bezeichnung Private Banking geführten – WMBereichs der Commerzbank die Weichen zur Etablierung eines eigenständigen Vertriebssteuerungskreislaufs gestellt. Ein klar definierter Datenbestand mit umfangreichen Auswertungsmöglichkeiten als Voraussetzung für schnell abrufbare Reportings sollte hierfür realisiert werden. Das konkrete Projektziel lautete, einen konsistenten und einheitlichen Datenhaushalt, eine exakte Erfolgsmessung, flexible Kommentierungsmöglichkeiten, Analysen zur Ableitung spezifischer Maßnahmen sowie übergreifende Steuerungsfunktionen passgenau miteinander zu verzahnen. Im ersten Schritt wurde die grundsätzliche technische Machbarkeit des Vorhabens anhand sorgsamer Situationsanalysen und Anforderungsbeschreibungen überprüft.

Die Ergebnisse wurden in Workshops mit den involvierten Fachabteilungen als Basis für eine konkrete Vorstudie zusammengetragen. Innerhalb dieses Prozesses wurde schließlich auch die Definition einer neuen Vertriebsteuerungslogik mit fünf zentralen Key Performance Indicator-(KPI-)Dimensionen erarbeitet. Aufgrund der damit einhergehenden analytischen Komplexität war eine entsprechende Darstellung und eine Verkausalisierung der Dimensionen mit den Altsystemen der Commerzbank nicht realisierbar. Eine weitere wesentliche Herausforderung kam 2009 durch die Integration der Dresdner Bank in die Commerzbank hinzu. Allerdings zeigte sich vor diesem Hintergrund, dass sämtliche KPI-relevanten Daten bereits innerhalb der Altsysteme vorlagen. Die Kernaufgabe lag somit in der Schaffung einer konsolidierten und anwenderfreundlichen Infrastruktur sowie in der Implementierung eines neuen und leistungsfähigen Steuerungssystems. Schließlich sollten eine konsistente Datenbasis als Unterbau und ein einheitliches flexibles Front-End dazu führen, dass für sämtliche Nutzer innerhalb des Wealth Managements zuverlässige Ad-hoc-Analysen auf Knopfdruck abrufbar werden.

Von der Datenintegration über die Datenhaltung bis hin zu den Business-Prozessen im Front-End hat SAS uns exakt die Durchgängigkeit geboten, die wir brauchen.

Matthias Dähling
Leiter Reporting & Analytics bei der Commerzbank

Die Lösung

Eine Marktevaluierung mit eigens erstellter Longlist der in Frage kommenden Anbieter diente dazu, die optimal passende Softwarelösung für eine erfolgreiche Umsetzung der gesteckten Projektziele zu finden. Die Produkte, das Know-how sowie die Support-Angebote dieser Anbieter wurden daraufhin in strukturierter Form abgefragt und einem Praxistest unterzogen. Entscheidende Kriterien hierbei waren die Antwort- und Beladezeiten des zukünftigen Vertriebssteuerungssystems „WM-Navigator". Der komplette Prozess verlief in enger Abstimmung mit der internen IT der Commerzbank. Da hohe Effizienzansprüche an die spätere Anwendung formuliert wurden, galt es die Wiederverwendbarkeit vorhandener Business-Logik und eine höchstmögliche Transparenz bei der Systementwicklung sowie innerhalb der Prozesse zu gewährleisten. Mitarbeiter der Fachabteilungen sollten zudem in die Lage versetzt werden, die (Weiter-)Entwicklung des Systems sowie einzelner Komponenten eigenständig zu betreiben. Die operative Betriebsführung wurde dabei in der IT verortet. Eine absolute Grundvoraussetzung war zudem der konsolidierte Datenhaushalt, der die Bearbeitung von Wealth Management-relevanten Daten innerhalb der entsprechenden KPI-Dimensionen gewährleistet.

Die Entscheidung der Commerzbank fiel schließlich klar auf den Einsatz der Enterprise Intelligence-Plattform SAS® 9.2. Ausschlaggebend waren die Business Intelligence-, Analytics- und Datenintegrationsfunktionen von SAS® 9.2, die optimal zum definierten Anforderungshintergrund des WM-Navigators passen.

„Von der Datenintegration über die Datenhaltung bis hin zu den Business-Prozessen im Front-End hat SAS uns exakt die Durchgängigkeit geboten, die wir brauchen. Darüber hinaus gewährleistet SAS® 9.2 die nötige Offenheit für künftige Einbindungen weiterer Schnittstellen und neuer Systeme", so Matthias Dähling, Leiter Reporting & Analysis bei der Commerzbank.

Das Projekt

Ausgehend von den ersten Schritten zur grundsätzlichen Bedarfserfassung konnten innerhalb von nur 14 Monaten zukunftssichere Voraussetzungen für die Steuerung eines eigenständigen Wealth Management-Vertriebssteuerungskreislaufes in angemessener Qualität geschaffen werden.

Die Implementierung des WM-Navigators selbst erfolgte mit kompetenter Unterstützung des langjährigen SAS Partners anaxima. Heute liefert das System den über 1.000 Anwendern strategisch nutzbare Vertriebsinformationen auf allen relevanten Ebenen – von der Zentrale bis hin zu den einzelnen Beratern und den betreuten Kunden. „anaxima hat uns auch hinsichtlich der Entwicklung unterstützt und einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, die interne Lernkurve zu erhöhen", so Dähling.

Wertvolle Erfahrungswerte der Projektvorstudie und eine historisch weit verbreitete SAS Kompetenz auf Seiten der Commerzbank haben dazu beigetragen, dass alle beteiligten Mitarbeiter innerhalb von nur einer Woche erfolgreich geschult werden konnten. „Der Veränderungsprozess in Richtung SAS® 9.2 und die damit verbundene leichte Anwendbarkeit haben auch diejenigen Mitarbeiter überzeugt, die aufgrund ihrer Vorkenntnisse daran gewöhnt waren, SAS Programmierungen noch in größerem Umfang selbst durchzuführen. Letztlich profitieren alle von den schnell erkennbaren Reduzierungen der manuellen Aufwände", fasst Matthias Dähling den erfolgreichen und schnellen Einführungsprozess zusammen.

Der Nutzen

Im Front-End-Bereich

  • Klar definierter, rollenbasierter Funktionsumfang
  • Zeitnahe Bereitstellung und verlässliche Aktualität der Informationen
  • Reduzierung manueller Eingriffe
  • Hohe Reaktionsgeschwindigkeit bei neuen Anforderungen


Im Bereich der technischen Anwendungsarchitektur

  • Befähigung zur zuverlässigen Validierung einkommender Daten und Integritäts-Check
  • Klare Schnittstellen erleichtern die Erweiterung
  • Neue Mitarbeiter können leicht integriert werden
  • Operating und Systemwartung erfolgen in der IT
Commerzbank Logo

Business Thema

Etablierung eines neuen Vertriebssteuerungskreislaufs laufender Kampagnen

Die Lösung

Enterprise Intelligence-Plattform SAS® 9.2

Nutzen

Durchgängigkeit von der Datenintegration über die Datenhaltung bis hin zu den Business-Prozessen im Front-End

Back to Top