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Betrugsbekämpfung

Was versteht man darunter und warum ist sie so wichtig?

 

Die meisten Unternehmen gehen beim Kampf gegen Betrug recht fragmentiert vor. Dadurch werden sie noch angreifbarer, denn Kriminelle erkennen alle Schwachstellen innerhalb kürzester Zeit.

Das Ergebnis: Aufgrund einer Vielzahl von Faktoren nehmen Sicherheitsrisiken und Finanzkriminalität in vielen Branchen zu. Zu diesen Faktoren zählen auch die schwache Weltwirtschaft, die zunehmende organisierte Kriminalität und die immer größere Komplexität betrügerischer Vorgehensweisen. Lassen Sie sich nicht auf dem falschen Fuß erwischen.

Die beste Möglichkeit, Finanzkriminalität abzuwehren, ist eine unternehmensweite Strategie, die Betrugs- und Sicherheitssysteme vereinheitlicht und sich auf die Verbesserung von Erkennung und Prävention konzentriert. Von Organisationen aus dem Banken-, Versicherungs- und Gesundheitswesen bis hin zum öffentlichen Sektor – sie alle müssen Betrugs- und Sicherheitstrends ganzheitlich betrachten, um schwerwiegende Bedrohungen so frühzeitig zu erkennen, dass Zeit für die Umsetzung wirksamer Gegenmaßnahmen bleibt.

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Risiken besser verstehen. Chancen schneller nutzen: Experten informieren über neueste Entwicklungen im Risikomanagement und in der Betrugserkennung.


Aktuelle Probleme bei der Betrugsbekämpfung

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Komplexität, Geschwindigkeit und Signifikanz der Angriffe

Die Entstehung der Informationsgesellschaft brachte für Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten mit sich, den Kunden-Service über neue Kanäle zu verbessern. Aus betrieblicher Sicht konnten so Zeit und Geld gespart und der Arbeitsaufwand verringert werden. Diese Entwicklung bietet jedoch auch Nachteile: Cyber-Kriminelle finden immer wieder neue Möglichkeiten, Schwachstellen zu ermitteln, und entwickeln immer komplexere Angriffsmethoden – oder wenden alte Tricks mit den neuesten Technologien an.

Viele dieser Bedrohungen sind recht einfach gestrickt. Einfache Spam- oder Phishing-E-Mails, die Benutzer auffordern, Informationen über sich selbst preiszugeben, sind nach wie vor in allen Branchen ein großes Problem. Doch die Bedrohungen werden auch immer komplexer. Es findet eine Verschmelzung des Offline-Betrugs mit der Online-Kriminalität statt. So stehlen beispielsweise internationale Hacker Daten, die dann von Kriminellen vor Ort verwendet werden, um Geld auf der Bank abzuheben.

Abwägen von Kundenfreundlichkeit und Risiko

Kunden möchten sich in Sicherheit wiegen. Aber sie möchten auch nicht mit falsch positiven Ergebnissen belästigt werden. Wie bringen Sie diese gegensätzlichen Anforderungen unter einen Hut? Eine Transaktion kann mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit betrügerisch sein – sagen wir 70 Prozent –, die verbleibenden 30 Prozent ähnlicher Transaktionen sind jedoch legitim. Blockieren Sie alle diese Transaktionen und laufen Sie so Gefahr, den Kunden zu verärgern? Unternehmen ist bewusst, dass es falsch positive Ergebnisse geben wird. Es geht nicht darum, diese Fälle zu vermeiden, sondern zu entscheiden, welches Verhältnis vertretbar ist.

Kreislauf der Betrugsbekämpfung

Betrugsbekämpfung ist kein statischer Prozess. Es gibt keinen Anfangs- und keinen Endpunkt. Betrugsbekämpfung ist ein kontinuierlicher Kreislauf des Überwachens, des Erkennens, der Entscheidungsfindung, des Fallmanagements und des Lernens. Das heißt, Unternehmen sollten kontinuierlich aus Betrugsfällen lernen und die Ergebnisse in zukünftige Überwachungs- und Erkennungsprozesse einfließen lassen. Es gibt drei wichtige Schritte, die Unternehmen befolgen müssen, um eine Reihe von Angriffen schnell und präzise zu erkennen und aufzuhalten und dabei gleichzeitig die Kundenerfahrung zu verbessern:

  1. Erfassen und vereinheitlichen Sie alle verfügbaren Datentypen über die Kanäle hinweg und integrieren Sie sie in den Analyseprozess.
  2. Überwachen Sie kontinuierlich Transaktionen und wenden Sie Verhaltensanalysen an, um eine Entscheidungsfindung in Echtzeit zu ermöglichen.
  3. Setzen Sie mehrschichtige Sicherheitstechniken ein.

Eine effektive Lösung für Betrugsbekämpfung benötigt Regeln für Weiterleitung und Fallmanagement und muss in der Lage sein, Betrugsfälle zu erfassen, Richtlinien für Geldwäsche anzuwenden und auf Transaktionen hinzuweisen, die überprüft werden müssen. Analysen unterliegen einer effektiven Lösung und die Technologie, die Sie für die Betrugsbekämpfung auswählen, sollte von komplexen Datenmustern lernen können und durchdachte Entscheidungsmodelle anwenden, um falsch positive Ergebnisse besser zu managen.

Mithilfe dieser Techniken sollten Unternehmen in der Lage sein, wertvolle Informationen nach Betrugsereignissen zu nutzen, um bessere Modelle zu erstellen, Trends und Prognosen zu generieren und zu bestimmen, wie neue Produkte und Geschäftszweige sich auf zukünftige Verbrechen und die betriebliche Umgebung auswirken.

Jede Bank ist zu dem Ergebnis gekommen, dass viele der Daten, die für Marketing und Kreditentscheidungen verwendet werden, auch für die Bereiche Compliance und Betrug genutzt werden können. Damit sollen unter anderem konsistentere Entscheidungen im Hinblick auf das Baseline Scoring der Kunden erzielt werden.

David Stewart
Director of Financial Crimes Global Practice, SAS


Fallstudie zu Betrugsbekämpfung

Die Commonwealth Bank of Australia bietet eine breite Palette an integrierten Finanzdienstleistungen, darunter Retail-, Privat- und Geschäftskundengeschäft, institutionelle Bankgeschäfte, Versicherungen sowie Investment Banking. Deshalb benötigte das Unternehmen einen holistischen Ansatz für Betrug und Finanzkriminalität, unabhängig von Produkt, Kanal oder Region.

Mithilfe von SAS konnte die Commonwealth Bank alle ihre isolierten Informationen auf eine Plattform migrieren und so Transaktionen und Kundenaktivität analysieren, neue Modelle entwickeln und bestehende Modelle verbessern, um Betrug effizienter zu erkennen und Berichte zu erstellen. Dieses neue System bietet der Bank Zugriff auf Kundendaten, wenn diese sich verändern – in Echtzeit. So kann verdächtiges Verhalten schnell erkannt und es kann direkt darauf reagiert werden.

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Die Bank enthüllte doppelt so viele Scheckbetrugsfälle wie mit ihrem alten System, steigerte die Warnmeldungen für Online-Banking-Betrug um 60 Prozent und verbesserte die Verhältnisse von Verlust zu Umsatz für Scheck- und Online-Betrug um 50 bzw. 80 Prozent.

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